Strukturwandel und Regionalentwicklung

Die Kernkompetenzen des Forschungsbereiches liegen in der wirtschaftspolitischen Analyse von räumlichen und strukturellen Entwicklungen sowie in der regionalen und sektoralen Konjunkturanalyse.

  • Räumliche Wirkung wirtschaftspolitischer Maßnahmen
  • Integration von Räumen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand
  • Räumliche Strukturen und Bestimmungsgründe des Wachstums

 

2014 2015 Ö-2015 NUTS1 Ost 2015 NUTS1 Süd 2015 NUTS1 West 2015
W 0.0 0.5 0.9 0.6
N -0.1 0.6 0.9 0.6
B 0.7 2.2 0.9 0.6
ST 0.6 0.9 0.9 0.7
K 0.1 0.3 0.9 0.7
O 0.5 1.1 0.9 1.2
S 0.2 1.5 0.9 1.2
T 0.5 1.1 0.9 1.2
V 1.4 1.6 0.9 1.2

Profil des Forschungsbereiches

Die wirtschaftspolitischen Beratungsleistungen des FB4 beziehen sich auf Aspekte der Regional- und Strukturpolitik (der EU), Determinanten des Wachstums von Regionen, regionale Standortanalysen und Standortkonzepte, Aspekte der regionalen Arbeitsmarktpolitik sowie auf Verkehrs-, Infrastruktur-, Wohnungs-, Tourismus- und Freizeitpolitik.

Daneben leistet der Forschungsbereich im Rahmen seiner regelmäßigen Arbeiten Beiträge zur regionalen und sektoralen Gesamtrechnung und Prognose (etwa regionale Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktprognosen, Tourismus-Satellitenkonten, Bauprognosen) sowie zur regionalen und sektoralen Konjunkturberichterstattung. Zentrale Modellinfrastruktur sind ein multiregionales Input-Output-Modell für Österreich (MultiREG), das für Impact-Analysen und Strukturprognosen herangezogen wird, und eine regionales CGE-Modell, welches auch angebotsseitige Effekte der Wirtschaftspolitik abbilden kann.

Analyse der räumlichen Wirkung wirtschaftspolitischer Maßnahmen

Inhaltlich stehen in diesem Bereich regionale Wirkungsanalysen (z. B. Impactanalysen großer Investitionsvorhaben im Bau-, Infrastruktur-, Verkehrs- und Tourismusbereich) sowie die quantitative Evaluierung regionaler politischer Maßnahmen im Vordergrund. Zudem werden modellgestützte Prognosen auf sektoraler und regionaler Ebene erarbeitet.

Die empirischen Analysen stützen sich dabei sowohl auf Modelle (das multiregionale Input-Output-Modell MultiREG, das regionale CGE-Modell Sindelar 10 sowie Zeitreihenmodelle) als auch auf (mikro-)ökonometrische Methoden. Diese Infrastruktur ist in Österreich einzigartig, Expertise und Sorgfalt in der Erarbeitung der jeweiligen Modellinputs begründen zudem einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Instituten im Inland.

Integration von Räumen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand

Der zentraleuropäische Raum bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Wirkungen wirtschaftlicher Integration auf (Grenz-)Regionen mit unterschiedlichem Entwicklungsstand wissenschaftlich zu untersuchen. Erhebliche Lohndifferentiale auf kurze Distanz und die Aufnahme von Handels- und Wettbewerbsbeziehungen zwischen Regionen mit (historisch bedingt) sehr unterschiedlicher Wirtschaftsstruktur und Entwicklungsniveau bieten die einzigartige Möglichkeit, die Hypothesen der (neuen) Integrationstheorie in einer quasi-experimentellen Situation empirisch zu testen. Gleichzeitig können die Ergebnisse solcher empirischen Analysen die österreichische Wirtschaftspolitik dabei unterstützen, diesen so komplexen Integrationsprozess effizient zu bewältigen. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeiten widmet sich der Analyse des grenzüberschreitenden Arbeitskräfteangebotes (Migration und Pendeln).

Räumliche Strukturen und Bestimmungsgründe des Wachstums in Städten, Regionen und Sektoren

In diesem Schwerpunktthema widmet sich der Forschungsbereich zum einen räumlichen Wirtschaftsstrukturen sowie den Determinanten von Unternehmens- und Haushaltsentscheidungen in Abhängigkeit von räumlichen Perspektiven. Dazu zählt z. B. die Analyse räumlichen Wettbewerbs, aber auch die Untersuchung der Standortwahl von Unternehmen und Personen, der Wohnungswirtschaft sowie individueller Entscheidungen der Verkehrsnachfrage. Zum anderen werden in diesem Forschungsschwerpunkt die Bestimmungsgründe unterschiedlichen Wirtschaftswachstums von Städten, Regionen und Sektoren sowie Auswirkungen und Ursachen des Strukturwandels analysiert. Die Basis für diese Untersuchungen bilden weitreichende Kompetenzen der Forschungsbereichsmitglieder in (mikro-)ökonometrischen Methoden und Modellen der räumlichen Ökonometrie.

 

WIFO-Publikationen und Projektberichte

Aktuelle Projekte

Personen

Forschungsbereichskoordinator

Matthias Firgo

Mag. Dr. Matthias Firgo

Funktion: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Forschungsbereichskoordinator
Forschungsbereiche: Strukturwandel und Regionalentwicklung

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